Über sechs Monate lang wurde das Thema der Energydrinks und deren potenzielle Suchtgefahr im Kontext von Kindern und Jugendlichen umfassend untersucht. Trotz ihrer Popularität unter jungen Menschen, bleibt die tatsächliche Gefährdung oft unbesprochen. Energydrinks mit hohem Koffeingehalt versprechen einen schnellen Leistungsboost und haben sich fest in der Konsumkultur verankert. Dies wirft nicht nur gesundheitliche Fragen auf, sondern auch ethische, da die Werbung inszeniert wird, um insbesondere die jüngeren Zielgruppen anzusprechen.
Die Fakten zu Energydrinks und ihrer Suchtgefahr
Energydrinks sind koffeinhaltige Getränke, die häufig zusätzlich Zucker und andere stimulierende Zutaten enthalten. Eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung hat ergeben, dass Jugendliche, die über längere Zeit große Mengen konsumieren, zunächst keine signifikanten gesundheitlichen Schäden aufweisen. Dies erhebt jedoch Fragen, ob die langfristigen Effekte ebenfalls unbedenklich sind. Forschungsarbeiten zeigen, dass ein übermäßiger Konsum zu Symptomen wie Herzrasen und Schlafstörungen führen kann, und das bereits mit einer geringen Anzahl von Dosen.
Die Langzeitstudie und ihre Ergebnisse
Die EDKAR-Studie, die über 5000 Schüler zwischen 15 und 18 Jahren befragte, legt nahe, dass Jugendliche, die regelmäßig Energydrinks konsumieren, auch andere ungesunde Verhaltensweisen zeigen. Diese schließen einen höheren Tabak- und Alkoholkonsum sowie weniger Schlaf ein. Solches Verhalten könnte langfristige Konsequenzen für die Herzgesundheit haben, auch wenn die kurzfristigen Ergebnisse nicht alarmierend zu sein scheinen.
Gesundheitsrisiken und Warnungen
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt, dass Kinder und Jugendliche täglich nicht mehr als 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Dies bedeutet, dass bereits zwei Dosen eines typischen Energydrinks für einen 50 kg schweren Jugendlichen zu viel sein können. Die Risiken, die mit einer hohen Koffeinaufnahme verbunden sind, dürfen nicht ignoriert werden, insbesondere in Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen.
Praktische Empfehlungen für Eltern
- Informieren Sie sich über die Inhaltsstoffe von Energydrinks.
- Setzen Sie klare Grenzen für den Konsum solcher Getränke.
- Besprechen Sie die potenziellen gesundheitlichen Risiken offen mit Ihren Kindern.
- Fördern Sie gesündere Alternativen wie Wasser oder Fruchtsäfte.
Obwohl die aktuellen Studien keine dauerhaften Schäden bei Jugendlichen belegen, bleibt die Frage offen, wie sich ein langfristiger Konsum von Energydrinks auf die Gesundheit auswirken könnte. Besondere Vorsicht ist gefordert, wenn Kinder und Jugendliche Energydrinks konsumieren, da die Werbung oft ihre positiven Effekte hervorhebt, während die Suchtgefahr systematisch verschwiegen wird.



