Haushaltsgeräte sind oft die unsichtbaren Täter, wenn es um die steigenden Stromkosten geht. Während die meisten von uns über Heizung und Kühlschrank nachdenken, gibt es andere, weniger offensichtliche Stromfresser, die heimlich unsere Rechnungen in die Höhe treiben. In Zeiten steigender Energiepreise in Deutschland, die im Jahr 2026 durchschnittlich bei etwa 40 Cent pro Kilowattstunde liegen, wird das Bewusstsein für den Stromverbrauch wichtiger denn je. Es sind nicht nur die großen Geräte, die viel Energie ziehen, sondern auch ältere Modelle und unsichtbare Standby-Verluste, die sich schnell summieren können.
In diesem Artikel werden die zehn häufigsten Stromfresser im Haushalt identifiziert und gezeigt, wie deren Verbrauch gemessen werden kann. Von der Heizungspumpe über den Geschirrspüler bis hin zu versteckten Geräten wie WLAN-Routern – es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Stromkosten deutlich senken können. Es genügt oft ein kleiner Austausch oder eine Verhaltensänderung, um spürbare Einsparungen zu erzielen, ohne den gewohnten Komfort zu verlieren.
Die häufigsten Stromfresser im Haushalt
Die heimlichen Stromfresser sind meist älteren Datums und benötigen nachweislich mehr Energie als moderne Geräte. Zu den größten Verursachern zählen:
- Heizungspumpen: Diese Geräte laufen oft ständig und verbrauchen jährlich bis zu 800 kWh.
- Elektroherde: Durchschnittlich verbrauchen sie 445 kWh pro Jahr, abhängig von Nutzung und Technik.
- Gefrierschränke: Diese Geräte laufen rund um die Uhr und können um die 415 kWh jährlich kosten.
- Kühlschränke: Mit etwa 330 kWh pro Jahr zählt auch diese Gerätekategorie zu den großen Stromverbrauchern.
- Beleuchtung: Alte Glühbirnen können bis zu 330 kWh pro Jahr verbrauchen. Ein Wechsel zu LED senkt diesen Verbrauch erheblich.
- Wäschetrockner: Diese Geräte kosten rund 325 kWh pro Jahr, wenn sie regelmäßig genutzt werden.
- Geschirrspüler: Durchschnittlich benötigen sie etwa 245 kWh pro Jahr – weniger als Handwäsche, wenn richtig genutzt.
- Waschmaschinen: Ihr Jahresverbrauch beläuft sich auf rund 200 kWh, wobei die Wassertemperatur einen entscheidenden Einfluss hat.
- Fernseher: Große Modelle können um die 190 kWh jährlich verbrauchen und stehen oft unnötig im Standby.
- WLAN-Router: Diese Geräte verbrauchen bis zu 135 kWh pro Jahr, besonders wenn sie nachts nicht abgeschaltet werden.
Messmethoden für Stromfresser
Um Stromfresser im Haushalt zu identifizieren, können Verbraucherinnen und Verbraucher verschiedene Methoden anwenden. Eine gängige Methode ist die Nutzung eines Strommessgeräts. Dieses wird zwischen Steckdose und Gerät geschaltet und zeigt den tatsächlichen Verbrauch an. Alternativ kann der Verbrauch auch durch einfache Berechnung ermittelt werden:
- Leistung (Watt) x Nutzungsdauer (Stunden) ÷ 1000 = Verbrauch in kWh
Durch diese Berechnungen können Haushalte ein besseres Gefühl für ihren Energieverbrauch bekommen und gezielt handeln.
Praktische Tipps zur Senkung des Stromverbrauchs
Ein bewusstes Verhalten kann den Stromverbrauch erheblich reduzieren. Hier sind einige einfache, aber effektive Tipps:
- Küchenpraktiken: Nutzen Sie die Restwärme des Herdes und stellen Sie den Kühlschrank auf 7 Grad ein. Jedes Grad weniger erhöht den Verbrauch um etwa 6 %.
- Beleuchtung: Wechseln Sie auf LED-Lampen und schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen.
- Wäsche: Trocknen Sie so oft wie möglich an der Luft und nutzen Sie die Waschmaschine nur voll beladen.
- Geräte komplett ausschalten: Vermeiden Sie Standby-Betrieb, indem Sie Geräte ganz ausschalten oder mittels schaltbarer Steckdosenleisten nutzen.



