In der heutigen Zeit, in der Energiekosten stetig steigen und das Bewusstsein für Energieeffizienz zunimmt, stehen viele Hausbesitzer vor einer wichtigen Frage: Wie effizient sind die modernen Elektrogeräte wirklich? Besonders beliebt in deutschen Küchen sind Airfryer, die oft als wahre Stromsparwunder angepriesen werden. Doch ist das wirklich der Fall? Dieser Artikel beleuchtet die tatsächlichen Stromkosten und den Stromverbrauch von Airfryern im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen.
Der erste Eindruck täuscht: Stromverbrauch im Vergleich
Auf den ersten Blick scheinen Airfryer klar im Vorteil zu sein. Ihre kompakte Bauweise suggeriert, dass sie weniger Platz und Energie benötigen. Daten zeigen jedoch, dass der tatsächliche Stromverbrauch in der Praxis von vielen Faktoren abhängt. Die Größe des Garraums, die Vorheizzeit und die Menge des zubereiteten Essens spielen entscheidende Rollen.
In einem Selbstversuch wurden beispielsweise die Stromkosten für die Zubereitung von Pommes, Hähnchenschenkeln und Mini-Pizzas sowohl im Airfryer als auch im Backofen ermittelt. Die Ergebnisse zeigen erheblich unterschiedliche Energieeffizienz:
- Backofen: 200 Grad, vorgeheizt, 18–25 Minuten Garzeit, Verbrauch: 0,9 bis 1,3 kWh (31 bis 46 Cent).
- Airfryer: 180–200 Grad, meist keine Vorheizzeit, 14–18 Minuten Laufzeit, Verbrauch: 0,45 bis 0,6 kWh (16 bis 21 Cent).
Diese Daten zeigen, dass der Airfryer bei kleinen Portionen deutlich stromsparender ist.
Warum der Airfryer so effizient sein kann
Die Effizienz des Airfryers liegt vor allem in der speziellen Heiztechnologie. Er heizt einen kleinen Raum gezielt auf und bringt heiße Luft direkt an die Speisen. Dies reduziert die Kochzeit erheblich. Im Gegenteil dazu benötigt der Backofen mehr Zeit und Energie, um eine größere Luftmasse zu erwärmen. Jedes Mal, wenn die Ofentür geöffnet wird, verliert er zusätzlich Wärme, was ineffizient ist.
Praktische Tipps zur Energieeinsparung beim Kochen
Die Umstellung auf einen Airfryer muss nicht zwangsläufig mit dem Kauf eines neuen Geräts einhergehen. Hier sind einige nützliche Tipps, um den Stromverbrauch in der Küche zu reduzieren:
- Vorheizen vermeiden: Nur erforderlich, wenn es unbedingt nötig ist.
- Restwärme nutzen: Geräte früher ausschalten und die verbleibende Wärme nutzen.
- Umluft im Ofen verwenden: verbessert die Effizienz bei der Zubereitung großer Mengen.
- Kleine Mengen im Airfryer: Ideal für schnelle Snacks und Beilagen.
- Große Mengen im Backofen: Für Familienessen, Brot oder Kuchen bleibt der Backofen meist die bessere Wahl.
Ein Energiekosten-Messgerät gibt Auskunft über den tatsächlichen Verbrauch und kann helfen, bewusster zu kochen.
Die richtige Airfryer-Größe wählen
Für eine optimale Nutzung des Airfryers ist die Größe entscheidend. Ein zu großes Gerät verbraucht mehr Strom durch das zusätzliche Luftvolumen. Hier sind die empfohlenen Größen:
- 3–4 Liter: Ideal für Singles oder Paare.
- 5–7 Liter: Für Familien und größere Mahlzeiten.
Wichtig ist, den Airfryer nicht zu überfüllen, da dies die Kochzeit verlängert und die Einsparungen aus dem Effekt verliert.
Diese Erkenntnisse zeigen, dass das Gerät selbst nicht allein für den Stromverbrauch verantwortlich ist, sondern auch die Kochgewohnheiten entscheidend sind. Eine bewusste Planung der Mahlzeiten kann helfen, die Stromkosten erheblich zu senken.
In der heutigen Zeit muss die Wahl zwischen Airfryer und Backofen gut überlegt sein. Beide Geräte haben ihre Vorzüge und sollten entsprechend genutzt werden, um die Energieeffizienz der Küche zu optimieren.
Für weitere Informationen zur optimalen Nutzung von Elektrogeräten, siehe diese Quelle und diese Ressource.



